Hartmut Krüger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD Fraktion im Emsland

Merkel-Dämmerung

Vor gut zwei Jahren konnte man es auf Wahlkampf-Plakaten der AfD schon lesen: Merkel muss weg.

Von CDU/SPD- Wählern noch arrogant belächelt oder als absurd abgelehnt, stand die AfD mit dieser Forderung noch allein da. Heute sieht die Situation anders aus:

Die SPD in der Wählergunst bundesweit hinter die AfD abgerutscht, die CDU vor Neuwahlen zitternd, die GroKo heillos zerstritten, eine müde wirkende Kanzlerin, die in der Flüchtlingspolitik in der EU isoliert dasteht. Die viel diffamierte AfD dagegen im Bundestag und absehbar in allen Landtagen vertreten. Wahrscheinlich die neue Volkspartei, rechts von der unter der Kanzlerin nach links entwickelten CDU.

„Viel Feuer ist nicht mehr in ihrem Ofen“… ist sogar im Leitkommentar der lokalen CDU-Postille zu lesen.

Verständlich, wenn einer Kanzlerin ihr engster Verbündeter der ärgste Widersacher ist und der stärkste Machtpfeiler Kauder von der eigenen Partei abgewählt wird.

Ihre Verbündeten und Unterstützer merken es auch langsam: Ihre Zeit läuft aus und schneller als erwartet. Die ersten trennen sich bereits von diesem Schiff, um nicht in den Abwärtsstrudel mitgerissen zu werden, den sinkende Schiffe nun einmal verursachen.

Wer so die Bodenhaftung zur Bevölkerung verliert, wie Frau Merkel offensichtlich, fällt nun mal zu Boden. Frau Merkel wird angezählt wie ein Boxer, der am Boden liegt. Das ist schlecht für Deutschland, aber gut für die AfD.

Die AfD hat diese Entwicklung voraus gesehen und konsequent genutzt. Auch wenn es manchem CDU-Getreuen noch nicht glaubhaft ist: Die Karten werden neu gemischt. Auch im Landkreis Emsland. Warten wir die nächsten Wahlen ab.